Menschen und Begegnungen 2020 auf Porto Santo

  • Addy von der „Annie“ Danke für den leckeren Rumpunsch, für Deine Hilfe bei der Reparatur am Kiel und bei der Bordelektrik, für Deine Gesellschaft beim Grillen und die geselligen Stunden bei uns Cockpit.
  • Mandy und Herby von der „Wisdom“ Danke für Deinen schönen Gesang unter der Dusche (Mad World) und für den geselligen Abend bei uns im Cockpit.
  • Aideen und Peter von der „Petima“ Danke für die Einladung auf eure „Petima“ und die geselligen Stunden auf „Sabir“. Ein sehr schönes Schiff habt ihr da, wir haben uns immer gefreut wenn wir sie gesehen haben.
  • Eugenie von der „Giulia“ Danke für die Hilfe beim Aufziehen des Vorsegels, den sehr leckeren Kuchen, die gemeinsamen Einkaufstouren mit dem Auto, den gemeinsam erlebten Sonnenuntergang und das Abschiedsgrillen.
  • Helga und Herry von der „MyWay“ Danke für die Einladung zum Nachmittagskaffee mit leckerem Apfelkuchen, das tolle Konzert mit Maria und die geselligen Stunden auf Sabir.
  • Alain Du bist der beste Grillmeister und Danke für Deine Gesangs- und Showeinlagen beim Grillen.
  • Eric von der „RIECKE FC“ Danke für Deine Hilfe beim Außenborder, den Hochdruckreiniger und die Organisation des Grillfests auf dem Trockenplatz – dein selbst gebauter Grill ist spitze!
  • Pascal und Veronique von der „Edgar Alan Poe“ Danke für Deine Gespräche, die Gitarrenmusik und den Gesang, für das Schaf und die Giraffe und für die Fahrt zum Flughafen.
  • Anne und Michael von der „Evilja“ Danke für die Gesellschaft beim Columbusfestival, den schönen Abend bei euch an Bord und den schönen Segeltag auf Sabir – auch wenn wir den Gennaker nicht ausprobiert haben – und das Organisieren der Barbecues am Strand.
  • Linda, Sven, Amelie und Henry von der „Blue Flash“ Danke für die Gesellschaft beim Columbusfestival und den Abend im Helios-Grill.
  • Katharina und Markus von der „Antari“ Danke für den Abend im Helios-Grill, den geselligen Abend auf der „Antari“ mit leckerem selbst gebackenem Roggenbrot, die tollen Gespräche und die Hilfe beim Auskranen.
  • Lothar Du bist der coolste wie Du in Deinem Dinghy stehend durch das Hafenbecken fährst. Danke für das Lagerfeuer beim Barbecue.
  • Carolin Danke für die gemeinsamen Strandsäuberungen und die Gespräche mit Dir.
  • Helena und Janne von der „Emma“ Danke für die Hilfe beim Tauchen, die Einladung zum Nachmittagskaffee mit leckeren Apfelkuchen, Rübenkuchen (die Pfefferkekse mit dem Bild von der Emma waren grandios), danke für die netten Gespräche unter Nachbarn und die Gesellschaft im PXO-Grill.
  • Sophie von der “Patago“. Danke für die Einladung euer Schiff anschauen zu dürfen. Schön, dass wir dann auch Deinen Mann kennengelernt haben.
  • Sven von der „Exlex“ Danke, dass wir Dich kennenlernen durften. Es war schön Dich so oft bei uns an Bord zu haben. Danke für die inspirierenden Gespräche mit Dir und die „Knotenlehre am Kochtopf“.
  • Jan von der „Billy“ Danke für Deine Gesellschaft beim Barbecue.
  • Juan von der „she“ Die Ruhe die Du ausstrahlst ist ansteckend. Danke für die Gespräche am Steg, auf dem Weg und im Marina-Café.
  • Natascha und Alex von der „White Arrow“ Danke für Eure Gesellschaft im Helios-Grill, die Hilfe beim Auskranen und die Bilder, die Ihr uns von Sabir geschickt habt, als wir schon Zuhause waren. Das tolle Weihnachtsvideo war einfach umwerfend!
  • Samuel, Manu & Malis Danke für die selbst gemachten Seifen.
  • David, Marnie mit Kindern Amelia & Liam; Juliette & Martin; Clara & Vincent; Manu; Barbara & Ove; Fred; Diana & Pascal; Christina & Peter; Riley, Elaina & Lenny, Laurent, Patrick, Martina & Jörg und all die anderen, die gekommen und gegangen sind.

Wir freuen uns Euch gesund irgendwann irgendwo wiederzusehen.

Fair winds Euch allen bei Euren Reisen über die Ozeane!

Die letzten Tage und die Rückkehr nach Deutschland

Wir haben unseren Rückflug nach Deutschland für den 1. Adventssonntag, den 29.11.2020, gebucht. Wir werden mit dem „Inselhüpfer“ morgens um 8:30 von Porto Santo nach Funchal fliegen und von dort aus mit dem „Ferienflieger“ direkt nach Stuttgart. In Stuttgart haben wir uns ein Auto gemietet, damit wir nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Schwäbisch Hall fahren müssen, wo unsere Autos die letzten Monate gestanden sind.

Wir schließen die letzten Arbeiten am Schiff ab. Putzen die Fender, die durch das Schubbern an Sabirs Rumpf blaue Striemen bekommen haben. Ich klebe noch einmal alle Luken ab, damit sichergestellt ist, dass es nicht reinregnen kann. Außerdem gelingt es mir die letzte Undichtigkeiten der manuellen Bilgepumpe zu finden und zu beseitigen.

Wir verbrauchen unsere verderblichen Vorräte, damit nichts schlecht werden kann so lange wir weg sind.

Wir gehen noch einmal auf Porto Santo zum Friseur und lassen unsere Haare schneiden, damit wir bei der Rückkehr nach Deutschland nicht gleich als erstes „unter Leute“ gehen müssen.

Aber wir nutzen die Zeit auch für schöne Dinge.

Auf einem unserer Abendspaziergänge der letzten Wochen ist uns irgendwann mal das Café „O Cantinha“ aufgefallen. Dort gehen wir hin und lassen uns einen leckeren Kaffee und Kuchen schmecken. Das Café verkauft selbst gebackene Kuchen, Kekse und andere Leckereien. Für Zuhause nehmen wir uns ein Päckchen Maracuja-Kekse mit.

Da es tagsüber ohne Sonnenschein im Schiff empfindlich kalt wird, beschließen wir elektrisch einzuheizen. Zuerst versuchen wir es mit „Knut“, dem Heizlüfter, der bereits auf Sabir war, als wir sie übernommen haben. Der macht jedoch keine angenehme Wärme. Unter der Decke des Salons ist es zu heiß, an den Füßen bleibt es kalt. Wir gehen vor ins Dorf und besorgen uns im Möbel- und Elektro-Geschäft einen 2000 Watt Ölradiator. Dieser wird in den nächsten Tagen eine wohlige Wärme in Sabir verbreiten. Kurz bevor wir uns vom Laden aus auf den Rückweg zu Sabir machen, geht ein kräftiger Regenschauer über der Insel nieder. Gleich darauf kommt die Sonne wieder heraus und taucht den langen Strand in eine wunderbare Stimmung.

Wir schaffen es auch noch einmal mit Helena und Jan von der „Emma“ in den „PXO-Grill“ zum Essen zu gehen. Da sich das Lokal auf der Nordseite der Insel in Camacha befindet, wird auch hier ein Shuttlebus angeboten, der uns von der Marina abholt und nach dem Essen wieder dort abliefert. Eine Spezialität dort ist „Espetada“ ein Fleischspieß, der mit Knoblauch, Lorbeer, Salz und Pfeffer gewürzt gegrillt wird. Das Essen war sehr gut – wenn auch etwas teuer. Für Claudia gibt es wieder ein Risotto. Da das ganze Lokal in ein stimmungsvolles blaues Licht getaucht war, sehen die Fotos von unserem Essen mal richtig surreal aus. Beim Essen ist uns das gar nicht aufgefallen, irgendwann hatte sich das Auge adaptiert…

Espetada in Violett…
Pommes in Blau
Risotto in Violett
Nachtisch in Blau

Wir hoffen, wir haben Euch jetzt mit den blauen Bildern nicht den Appetit verdorben 😉.

Wir sind angespannt und fragen uns, ob unsere Flüge am Sonntag planmäßig gehen werden, da schon wieder ein Tief mit kräftigen Winden (in Böen ca. 50 Knoten), Regen und sogar Schnee auf Madeira angekündigt ist. Da Landungen auf dem Flughafen von Funchal bei starken Winden nicht ganz ohne sind, könnte es durchaus passieren, dass der Flieger von Porto Santo überhaupt nicht startet – oder aber der aus Deutschland nicht landen kann. Zum Ende der Woche zeichnet sich jedoch ab, dass der Wind passend zu unseren Flugzeiten von Sonntag früh bis zum frühen Nachmittag etwas nachlassen soll.

Am Abend des 28. November sitzen wir noch mal mit unseren Freunden von den anderen Schiffen in der Marina-Bar zu einem Abschieds-Bier zusammen. Trotz Corona-Beschränkungen ist es uns auf Porto Santo erlaubt gemeinsam an einem Tisch zu sitzen. Es ist noch mal ein sehr geselliger Abend. Der Abschied fällt uns schwer. Wir haben uns zwar schon zuvor immer wieder mal von Seglern verabschiedet, die ihre Reise fortgesetzt oder auch nach Hause zurückgereist sind, aber dieses Mal sind wir es wieder die gehen müssen… Einige der zurückbleibenden werden Weihnachten auf Porto Santo verbringen, andere werden über Weihnachten auf die Kanaren segeln. Wir sind gespannt, wen wir im nächsten Jahr wiedersehen werden.

Am 29. November morgens haben wir es irgendwie geschafft, alles einzupacken, was nach Hause muss und haben Sabir winterfest gemacht. Pascal von der „Edgar Allan Poe“ hat sich angeboten uns mit seinem Auto an den Flughafen zu bringen. Pünktlich um 7:15 Uhr morgens war er da, kurz danach waren wir am Flughafen. Wir trinken mit Pascal noch einen Kaffee dann verabschieden wir uns auch von ihm.

Passend zum Abflug von Porto Santo reißt der Himmel auf und wir können vom Flughafen noch ein paar schöne Abschiedsfotos machen.

Der Tower des Flughafens von Porto Santo
Unser „Inselhüpfer“ im Hintergrund über Madeira sieht man das Schlechtwetter

Durch die Windpause heute Morgen verläuft der Flug von Porto Santo nach Funchal ereignislos. Im Flughafen Funchal sehen wir die Corona-Maßnahmen Madeiras. Jeder Fluggast muss entweder einen negativen Test vorweisen können oder sich vor Ort testen lassen. Da wir von Porto Santo kommen, sind wir „safe“ und können direkt aus dem Ankunftsbereich den Flughafen verlassen. Im Flughafen läuft alles sehr diszipliniert ab. Alle tragen Masken, desinfizieren sich die Hände und halten Abstand. Im „Ferienflieger“ haben Claudia und ich eine Sitzreihe für uns alleine. Das Flugzeug ist zum Glück nicht voll besetzt.

Von Funchal aus führt die Flugroute zunächst noch einmal über Porto Santo und ich kann schöne Bilder aus der Luft machen.

Die Ostseite Porto Santos aus der Luft: Am linken Rand die Marina, ganz rechts im Vordergrund „Terra Cha“

Wir landen pünktlich um 17:15 Uhr in Stuttgart auf dem Flughafen, nehmen unser Gepäck entgegen und holen unseren Mietwagen ab. Wir fahren zu mir nach Bissingen. Die Fahrt mit dem Mietwagen auf den deutschen Autobahnen strengt mich sehr an, ich bin so viel Verkehr und Hektik nicht mehr gewöhnt. Ich zockle mit Tempo 100 auf der rechten Spur und überlasse den anderen das Rennen…

Am Montag sind wir nach Schwäbisch Hall gefahren, haben dort Claudias und mein Auto abgeholt (die Batterie meines Autos war komplett tot und musste getauscht werden), waren einkaufen (die Preise hier sind so anders als auf Porto Santo), haben den Mietwagen abgegeben und uns wieder auf den Weg nach Bissingen gemacht.

Es ist wieder komisch zurück zu sein. Es ist zu kalt, zu trüb und zu hektisch. Uns fehlt der freie Blick auf das Meer und blauer Himmel (auch bei schlechtem Wetter und Regen gab es immer zwischendurch blauen Himmel). Das Haus in Bissingen ist uns zu groß – wir sind so viel Platz einfach nicht mehr gewohnt. Auch an die Situation mit Corona hier in Deutschland müssen wir uns wieder gewöhnen. Wir haben nun den ganzen Dezember Zeit um uns wieder in dieses Leben einzufinden. Wir sind gespannt, ob wir dieses Jahr in Weihnachtsstimmung kommen werden…