Nadel und Faden

finden sich zum einen auf Sabir in unserer Notfallbox von TransOcean. Das sind aber die für die chirurgischen Notfälle, die helfen uns hier nicht weiter.

Als ich noch auf Sabir war, wurde Nadel und Faden aus der Nähstube benötigt. Bei der Abdeckung für das Steuerrad waren die Nähte nachzunähen und der Reißverschluss vom LazyBag des Besansegels musste erneuert werden. Beide haben durch Sonne und Wind der letzten Monate gelitten und sollen repariert werden. Außerdem wird noch ein Leesegel für die Achterkajüte genäht, so dass die Jungs bei der Überfahrt nicht aus dem Bett kullern und sicher schlafen können. Bei der alten Sprayhood ist ein Fenster ausgebrochen, das soll auch wieder neu befestigt werden.

So haben wir die Abdeckung für das Steuerrad vorgefunden:

So sah die Sprayhood aus:

Da scheint der Wind die letzten Monate doch heftig daran gezuppelt zu haben und die porösen Nähte haben dem nicht Stand gehalten.

Mit der Abdeckung für das Steuerrad komme ich schnell voran. Die noch vorhandenen, aber brüchigen Nähte sind schnell aufgetrennt und nachgenäht.

Den Reißverschluss für das LazyBag zu erneuern ist mit weitaus mehr Aufwand verbunden. Mit viel Geduld habe ich den alten zerrissenen Reißverschluss rausgetrennt.

Mit noch mehr Geduld habe ich den neuen Reißverschluss angenäht.

Mit Freude stelle ich fest, dass er mit dem noch vorhandenen auf der Gegenseite kompatibel ist. Da die andere Seite noch gut ist, beschließen wir, diese so zu belassen und erst dann zu erneuern, wenn auch dort das Band ausgerissen ist oder die Nähte brüchig werden.

Für das Leesegel haben wir als Muster den „Prototyp“ den wir letzten Winter genäht haben.

Wir nehmen in der Achterkajüte Maß und überlegen nochmal wie stark die Seitenteile sein müssen. Anschließend werden die Maße mit der Nahtzugabe auf den Stoff übertragen. Mit Stecknadeln wird alles so befestigt, wie es später genäht werden soll.

Ein Fingerhut wäre nicht schlecht, denn der Stoff ist doch sehr stark und dick. Das macht es schwierig, die Stecknadeln zu befestigen. Wir sind eigentlich beide der Meinung, dass wir Fingerhüte haben müssten. Nach getaner Arbeit, beim Aufräumen der Nähutensilien, finden wir sie schließlich. Gut zu wissen, wo wir das nächste Mal suchen müssen…

Peter bringt die Druckknöpfe an um das Leesegel in der Achterkajüte unter dem Bett am Holz befestigen zu können.

Durch zwei Ösen, die an den Ecken angebracht werden, wird eine Leine gefädelt mit der das Leesagel an der Wand festgemacht werden kann.

Die Arbeit an der Sprayhood muss auf ein anderes Mal verschoben werden, leider reicht der Faden dafür nicht mehr.

2 Antworten auf „Nadel und Faden“

  1. hallole,
    ihr seid ja recht fleißig gewesen. Ich hoffe und wünsche euch, dass ihr eure Reparaturen und die vielen kleinen Arbeiten die ihr noch zu erledigen habt alle bewältigen könnt.
    Da Claudia ja zur Zeit auf „Heimaturlaub“ ist, bleibt eben mehr für Peter. Aber das schafft ihr schon. Frohes Schaffen , ich drück die Daumen. Beste Grüße Helga

    1. Liebe Helga,
      Du treue Leserin und Kommentarschreiberin.
      Peter hat morgen einen Krantermin, dann kehrt für ihn hoffentlich auch erst mal ein bisschen Ruhe ein und Sabir wird endlich wieder ihrem Element übergeben.
      So ein „Heimaturlaub“ hat ja auch Vorteile, man kann sich – nach der Quarantäne – mit lieben Menschen treffen.

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