Sorry,

an unsere treue Leserschaft, dass wir so lange nichts von uns haben hören lassen. Wir hatten die letzten Wochen so viele unglaublich schöne Erlebnisse und müssen das alles erst mal selbst „verarbeiten“.

Am 23.09. kam Christoph zu uns an Bord von Sabir um mit uns gemeinsam am Montag, den 27.09. in Richtung Madeira nach Porto Santo aufzubrechen.

Wir werden versuchen die Zeit zu nutzen um uns an die ausstehenden Blogbeiträge zu machen. Sollte uns das nicht gelingen, wird nach Ankunft auf Porto Santo an erster Stelle der Punkt „Blogbeiträge schreiben“ auf der Todo-Liste stehen.

Alvor

Endlich können wir unser Großsegel nutzen. Obwohl es von Lagos bis Alvor nicht weit ist, setzen wir das Groß und die Genua und lassen uns von einem gemütlichen Wind vor die Einfahrt zur Lagune von Alvor ziehen.

Da uns der Bereich hinter den Wellenbrechern zu voll ist, werfen wir heute unseren Anker vor dem gut besuchten Strand von Alvor. Wir beobachten wieder viele Kite-Surfer, die um unser Boot herum ihre Bahnen ziehen und verbringen hier die Nacht, bevor wir uns morgen das Dorf anschauen werden.

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Die Höhlen und Grotten von Lagos

Heute geht es mit dem Dinghy zur Grottentour. Wir haben es geschafft so früh aufzustehen, dass wir fast alleine an der Steilküste entlang fahren und uns die Höhlen, Grotten und kleinen Buchten anschauen können. Nur vereinzelt gibt es Kanufahrer oder Standup-Paddler, die mit uns diese beeindruckende Landschaft erkunden.

Wind und Wasser haben hier über Jahrmillionen durch Erosion wahre Skulpturen aus dem Fels geschaffen. Die Eindrücke dort haben bei uns ehrfürchtiges Staunen ob diesen Naturschauspieles ausgelöst.

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Richtung Lagos

geht es am 18.08. nachdem wir den Anker gegen 10:30 Uhr gelichtet haben. Wir werden von Karl-Heinz, dem deutschen Einhandsegler, mit einem freundlichen Hupen verabschiedet. Er legt sich auf „unseren“ Ankerplatz.

Wir kommen kurz nach Mittag in Lagos am Besuchersteg an und fragen in der Marina nach einem Platz, an den wir uns dann auch gleich verlegen.

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Immer noch Ferragudo

weil es so schön ist … und wir noch auf den Anruf warten, dass wir unsere Rettungsinsel in Lagos abholen können. Letztendlich bleiben wir deshalb 9 Tage hier – bis zum 17.08.2021.

Wir lernen ein deutsches Paar und einen Einhandsegler kennen und verbringen schöne Stunden in Ferragudo beim gemeinsamen Essen oder bei gegenseitigen Besuchen.

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Ferragudo

Ferragudo liegt auf einem Hügel auf der gegenüberliegenden Flussseite von Portimāo. Unser Reiseführer hat uns schon verraten, dass uns hier ein kleines Fischerdorf mit viel Charme erwartet.

Die Fahrt mit dem Dinghy nach Ferragudo geht durch ein kleines Ankerfeld. Hier liegen die Boote der Fischer an Moorings. Wir machen unser Dinghy an einer Slipanlage an einem Ring fest und sind auch schon mitten im Geschehen.

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Portimāo

Die Nacht war kurz… die Musik schallte bis heute früh um drei Uhr über die Bucht. Die Ruhe war nur kurz. Gegen 4:30 Uhr hören wir ein Geräusch, welches wir nicht einordnen können. Wir schauen nach und sehen am Strand gegenüber, wie ein Traktor den Müll und die Fußspuren des vergangenen Tages mit Hilfe einer riesigen Maschine, die er hinter sich herzieht, beseitigt. Beruhigt, dass das Geräusch keine Gefahr für uns oder Sabir bedeutet, legen wir uns wieder hin und versuchen wieder zu schlafen.

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Portimão – Partybucht

Heute wollen wir Richtung Portimão aufbrechen. Peter hat mir schon etwas darüber erzählt und ich bin sehr gespannt, wie es mir dort gefallen wird.

Doch bevor es los geht, pumpen wir noch unser Kanu auf und paddeln in Richtung der Sandbänke, die durch das ablaufende Wasser frei liegen. Hierher kommt man nur auf dem Wasserweg. Deshalb ist hier, im Vergleich zu den Stränden, weniger los und fast niemand zu sehen. Leider hatten wir keine Kamera dabei und können Euch deswegen von hier keine Bilder zeigen.

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Mit Sonnenbrillen im Gepäck

mache ich mich am 01.08. auf den Weg an die Algarve zu Peter und zu Sabir.

Jetzt endlich – über ein Jahr später als geplant – beginnt unsere Auszeit, so wie wir uns das schon letztes Jahr vorgestellt hatten. Wir haben viel gemeinsame Zeit und viel Urlaub vor uns. Die Vorbereitungen und die Anreise unterscheiden sich nicht arg von den letzten Anreisen zu Sabir nach Porto Santo. Der Unterschied dieses Mal: es ist (noch) kein Enddatum festgesetzt. Wir sind frei und dürfen selbst entscheiden, wann wir zurückkommen möchten. Das fühlt sich nochmal ganz anders an. Peters Motto “der Plan ist keinen Plan zu haben“ wird Wirklichkeit .

Nachdem mein ursprünglich von Stuttgart gebuchter Flug nach Düsseldorf umgebucht wurde und ich diesen wegen des langen Anfahrtsweges schweren Herzens storniert habe, hat sich schnell eine Alternative mit einem Flug ab Frankfurt gefunden.

Liebe Freunde haben sich bereit erklärt mich nach Frankfurt zu fahren und somit war auch das Problem mit der Anreise zum Flughafen schnell geklärt. DANKE an Sandra&Ralph und auch an Patrick an dieser Stelle.

Nach vier Wochen Aufenthalt in Deutschland (zwei davon in Quarantäne), Treffen mit der Familie und Freunden und viel organisatorischem KrimsKrams, der sehr viel Zeit in Anspruch genommen hat, bringt mich heute die Lufthansa nach Faro.

Am Tor zur Algarve, so wird der Flughafen Faro, ein internationaler Verkehrsflughafen im Süden Portugals genannt, komme ich mit unseren neuen Sonnenbrillen im Gepäck, um 14.15 Uhr, an.

Wir haben uns beide im Juni, nach langer Überlegung, zusätzlich zu unseren neuen Gleitsichtbrillen, Sonnenbrillen mit unserer Sehstärke machen lassen. Hier geht ein besonderer Dank an Frau Beck von Optik Weber in Bietigheim-Bissingen, die uns sehr kompetent und freundlich beraten hat. Wir sind sehr froh über diese Entscheidung und merken erst jetzt, was wir seither beim Segeln vermisst haben. Früher war ein ständiger Wechsel zwischen Fern- und Nahsicht und Sonnenbrille nötig. Jetzt genießen wir es, in jeder Lage eine gute Sicht zu haben und gleichzeitig unsere Augen vor der massiven Sonneneinstrahlung auf dem Wasser zu schützen. Peter hat mir von Porto Santo schon immer gesagt, wie sehr er sich freut, wenn er endlich seine Sonnenbrille hat. Auch bei der Überfahrt hätte er sie schon gut gebrauchen können.

Peter holt mich am Flughafen ab und dann geht es mit dem Mietwagen etwa eine knappe Stunde über die Autobahn zu Sabir nach Lagos.

In der Marina angekommen stelle ich fest, hier ist alles so ganz anders als auf Porto Santo und bin sehr gespannt.

Auch hier gibt es Hafenkunst zu entdecken:

Am Montag machen wir einen kleinen Rundgang durch Lagos und die Altstadt. Hier ein paar Eindrücke:

Die Altstadt ist an einigen Ecken schön herausgeputzt, alles ist auf Tourismus ausgerichtet. Wir verlieren schnell die Lust uns durch die Menschenmassen zu quälen und machen uns auf den Weg zum Strand.

Auf dem Weg dorthin kommt man an der Igreja De Santa Maria, deren Türe uns leider verschlossen bleibt, vorbei. Was wir jedoch in Erfahrung bringen können: Die Kirche wurde im 15. Jahrhundert errichtet, nachdem die Kirche Santa Maria da Graça bei einem Erdbeben 1755 zerstört wurde, trat die Kirche Santa Maria die Nachfolge als Pfarrkirche an. Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie nach einem Brand wieder aufgebaut.

Auf der Praça da República, dem Platz direkt vor der Kirche, befand sich früher der Sklavenmarkt. Der Platz wird auch Praça Do Infante Dom Henrique genannt und ist Heinrich dem Seefahrer (1394-1460) gewidmet. Das Denkmal wurde zu seinem 500. Todestag dort aufgestellt. Heinrich unternahm selbst wohl keine Entdeckungsreisen. Seinen Beinamen hat er sich durch den Einsatz als Förderer der Seefahrt verdient.

In unmittelbarer Nähe liegt noch ein beeindruckender Bau aus dem 17. Jahrhundert, das Castelo Dos Governadores, der Gouverneurspalast.

Wir laufen entlang der Promenade und kommen am ehemaligen Fort, das seit dem 17. Jahrhundert den Hafen verteidigte, an. Der Zugang zum Fort erfolgt über eine Holzbrücke, die einen Graben überbrückt. Leider wurde uns der Zugang zum Fort jedoch durch ein geschlossenes Tor verwehrt.

Von dort finden wir einen Zugang zum Strand. Wir machen nur ein kurzes Fotoshooting

und laufen dann am Ribeira de Bensafrim, das ist der Fluss, der in Lagos ins Meer mündet und an dem die Marina liegt, zurück zu Sabir.

Der Fluss Bensafrim dient den Segelyachten und den Fischern als Einfahrt in die Marina. Eine Fußgängerbrücke, die über das Flüsschen zu den Hafenanlagen führt, wird durch die Mitarbeiter der Marina hochgeklappt, wenn Yachten oder Fischer in die Marina einfahren wollen. Hierzu muss man sich per Funk bei den Mitarbeitern melden.

Als ich das zum ersten Mal sehe, bin ich schon sehr auf unsere Ausfahrt aus dem Hafen gespannt. Auf der Brücke gibt es einen Stau von Fußgängern, auf dem Flüsschen tummeln sich die Fischerboote, die Ausflugsboote und die Segelyachten. Jeder möchte der erste sein, der aus- bzw. in die Marina einfährt.

Beim Schreiben des Beitrags stoße ich noch auf die Info, dass sich in der Nähe der Fußgängerbrücke eine sehenswerte, 1924 restaurierte Fischhalle befindet. Das merken wir uns für unseren nächsten Besuch in Lagos und berichten dann erneut.

Mein erster Eindruck hat sich bestätigt: Es ist hier tatsächlich ganz anders als auf Porto Santo. Es gibt hier sehr viel neues für uns zu entdecken und es ist auf eine andere Art sehr schön hier. Lagos ist sehr geprägt vom Tourismus, dies spürt man beim Bummeln durch die Altstadtgassen, am Strand und auch bei den Freizeitaktivitäten auf dem Wasser.