Christoph kommt

Wir machen uns am 23.09. gegen 12:30 Uhr auf den Weg zur Fähre, die uns von Culatra nach Olhão bringen wird. Dort werden wir unseren nächsten Gast, Christoph, willkommen heißen. Für uns ist die Fahrt nun schon irgendwie zur Gewohnheit geworden und wie wir finden, ist es für unsere Gäste eine schöne Anreise, denn man kommt langsam auf Sabir an.

Auf dem Weg nach Olhão kann man wieder das weit verzweigte Netz der Lagune erkennen. Immer mal wieder kommt ein Hügel aus Sand zum Vorschein, auf dem sich die Wasservögel ansammeln und der bei Flut wieder unter dem Wasser verschwinden wird.

Wir bummeln noch ein wenig durch Olhão und beobachten über eine Flugradar-App den Anflug von Christophs Maschine auf Faro.

Pünktlich zur Landung schicken wir ihm die Adresse von dem Café an der Hafenpromenade wo wir auf ihn warten werden.

Zugegebenermaßen bin ich sehr gespannt auf unseren Besuch, denn Christoph und ich „kennen“ uns nur über ein einmaliges Skype-Telefonat vor ein paar Monaten.

Als Christoph zu uns stößt, gibt es ein herzliches „Hallo“ und mir kommt es schon nach kürzester Zeit so vor, als würden wir uns schon länger kennen. Jeder plaudert einfach drauf los und es scheint keinerlei Berührungsängste zu geben. Nach einem kühlen Getränk machen wir uns dann gemeinsam auf den spannenden Rückweg zu Sabir.

Wir heißen Christoph auf Sabir willkommen und geben ihm eine kurze Einweisung, wo sich die lebensnotwendigen Dinge befinden. Anschließend essen wir gemeinsam und lassen dann den Tag auf dem Vorschiff, bei einem traumhaften Sonnenuntergang, ausklingen. Wir unterhalten uns noch lange und irgendwie liegt schon die Spannung der nahenden Überfahrt in der Luft – für mich zumindest.

Wir besprechen nebenbei auch, dass wir uns am nächsten Tag nochmal auf den Weg nach Olhão machen um einen Großeinkauf zu tätigen, so dass wir die nächsten 14 Tage nahezu autark leben können.

Der Großeinkauf klappt hervorragend und wir kommen zeitiger als gedacht wieder auf Sabir an.

Christoph kocht uns ein leckeres Abendessen, Fisch mit mediterranem Gemüse und Stampfkartoffeln.

Auch heute werden wir wieder mit einem schönen Sonnenuntergang in die Nacht verabschiedet.

Morgen wollen wir früh aufbrechen um nach Portimão zu segeln. Zum einen, da wir von dort aus die Überfahrt nach Porto Santo antreten wollen, zum anderen als Einstimmung für Christoph, um sich mit Sabir vertraut zu machen.

Bei Sonnenaufgang fahren wir aus der Lagune von Culatra. Auch heute steht in der Hafeneinfahrt eine komische Welle, die uns gleich zu Anfang des ersten gemeinsamen Segelns heftig durchschaukelt. Sabir kennt ja inzwischen diesen Weg schon und wir haben, trotz aller Schaukelei, unseren Spaß dabei.

Christoph hat seine eigene Angel dabei und schaut sich auch das Angelequipment auf Sabir durch. Schon gleich heute, am ersten Tag, werden die Angeln ausgebracht. Der Wunsch während der gemeinsamen Zeit auf Sabir einen Fisch zu fangen ist sehr groß und wir sind sehr gespannt.

Um die Mittagszeit, als wir den ersten kleinen Hunger verspüren, bereite ich Fingerfood für alle vor. So sehr satt wollen wir ja nicht sein, falls doch noch ein Fisch anbeißen sollte.

Wir haben einen wunderschönen Segeltag. Wir segeln anfangs mit halbem, später mit einem Am-Wind-Kurs. Wir werden zeitweise mit knapp 7kn schön schnell und haben nach knapp 40 sm den Anker vor Ferragudo geworfen.

Segeln macht hungrig und wir haben irgendwie keine Lust mehr noch groß was zu kochen, deshalb lassen wir unser Dinghy ins Wasser und fahren rüber nach Ferragudo. Am Marktplatz setzen wir uns in eine Pizzeria, bestellen unser Essen und sind uns schnell einig, dass wir nach dem Essen schnellstmöglich wieder zurück auf Sabir wollen. Hier ist es uns zu laut und es sind zu viele Menschen um uns rum.

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