Noch mal San Sebastian de La Gomera

Der Weg zurück nach San Sebastian de La Gomera ist unaufgeregt. Wir haben keinen Wind, müssen und wollen aber weg, bevor der Wind auf Südost dreht und den Ankerplatz vor Vueltas ungemütlich macht. Es geht mit Motor die paar Meilen an der Küste entlang und wir erreichen San Sebastian am späten Nachmittag. Wir liegen wieder auf unserem alten Platz in der Marina.

Wir nutzen die Zeit hier um noch ein paar Ausflüge in San Sebastian zu machen und um ein paar Dinge auf Sabir zu richten.

Hier eine kurze Zusammenfassung mit Bildern:

Leuchtturm „El Faro“

Nicht weit von San Sebastian steht ein Leuchtturm an der Steilküste im Osten. Von dort hat man einen schönen Ausblick auf Teneriffa. An einem Nachmittag machen wir uns bei sinkender Sonne auf den Weg den Berg hinauf. Weil wir, wie immer, viel schauen und fotografieren brauchen wir fast eine Stunde bis zum Leuchtturm (Google rechnet mit einer halben Stunde). Es war ein schöner Spaziergang mit vielen beeindruckenden Ausblicken.

Ein paar kleinere Arbeiten auf Sabir

Zwei Tage haben wir genutzt um auf Sabir ein paar kleinere Aufgaben anzugehen, die zum Teil schon eine Weile liegen geblieben sind:

  • Die Dirk unseres Besan wird getauscht. Da hatten wir irgendwann mal provisorisch eine bereits ältere Leine eingezogen, heute kommt eine neue Leine hin.
  • Die Fender, die sich bei einem unserer letzten Marina-Aufenthalte an einer Aluschiene schwarz geschubbert haben, werden sauber gemacht.
  • Wir messen das Kissen der Navigationsecke und die Cockpit-Kissen aus und bestellen passenden Stoff. Bei unserem nächsten Heimataufenthalt werden dann von Claudias Mutter Bezüge für die Kissen genäht.
  • Alle unsere Decksluken, durch die es bei starkem Regen etwas hinein tropfen kann, werden ausgemessen. Ich möchte dort neue Dichtungen und neue Scheiben einsetzen.
  • Ich messe die Länge unserer Reffleinen ab, damit ich neue bestellen kann.

Wanderung Richtung „Playa de la Guancha“

Südlich von San Sebastian liegt eine Bucht, die man nur zu Fuß erreichen kann. In dieser Bucht liegt der Strand „Playa de la Guancha“. Wir haben heute „zweigeteiltes Wetter“: An der Küste und über dem Meer ist blauer Himmel und über der Insel halten sich dichte Wolken, aus denen es auch mal regnet. Wir sind gespannt, ob wir trocken bleiben werden. Wir gehen an den Stadtrand von San Sebastian und folgen einem steilen Pfad, der uns hoch über die Stadt bringt. Von dort haben wir wieder mal eine tolle Aussicht auf Stadt und Hafen. Es geht an der Küste entlang und über zwei Barrancos zum Strand. An der Stelle, wo es zu dem zweiten Barranco und zum Strand hinunter geht, wird der Weg ziemlich steil und wir kehren um. Wir setzen uns an eine schöne Stelle und rasten. Während wir so sitzen und die Ruhe genießen, beginnt unter uns laute Musik und wir hören einen Animateur Wassergymnastik anleiten… Das Kreuzfahrtschiff „Marella Explorer“ beginnt mit seinem Nachmittags-Programm. Unter dreimaligem langen Hupen legt das Schiff ab und langsam kehrt wieder Ruhe ein. Das schlechte Wetter ist heute übrigens den ganzen Tag in der Inselmitte geblieben und wir waren permanent bei strahlendem Sonnenschein unterwegs.

„Monument Antorcha“ – Die Flamme der olympischen Spiele von Mexiko 1968

Östlich der Marina, wo es auch zu den Fährterminals geht, liegt der Strand „Playa de la Cueva“. Dort steht ein Denkmal auf dem Felsen „El Roquillo“, das an den Besuch des olympischen Feuers auf La Gomera erinnert. Da bei den olympischen Spielen 1968 auch ein Bewohner Gomeras teilgenommen hat, machte die Fackel mit der olympischen Flamme einen Zwischenstopp in San Sebastian. Sie wurde von Athleten zu einer Schale auf den Felsen gebracht. Das Denkmal stellt diese Fackel dar, die genau an der Stelle steht, an der 1968 die Zeremonie stattgefunden hat.

Wir setzen uns eine Weile auf eine Mauer am Ufer und beobachten die brechenden Wellen.


Getrübt wurden die Tage in San Sebastian am 30. März, als wir erfahren haben, dass ein lieber Onkel von mir gestorben ist. Eigentlich hatten wir geplant, über Ostern ein paar Tage nach Hause zu fliegen – jetzt ist auf einen Schlag alles anders. Wir wissen zwar noch nicht, wann die Beerdigung sein wird, aber wir wollen versuchen, rechtzeitig in Deutschland zu sein.

Am Samstag, den 2. April werden wir La Gomera für dieses Jahr endgültig verlassen. Wir werden noch einmal nach San Miguel auf Teneriffa segeln. Von dort wollen wir nach Gran Canaria, wo wir Sabir während eines Heimaturlaubs liegen lassen wollen. In der Marina von Las Palmas sind die Liegeplätze auf den Kanaren am günstigsten. Außerdem sind wir auf Gran Canaria dichter an Fuerteventura und Lanzarote, so dass wir von dort aus einen besseren Ausgangspunkt für die Passage nach Madeira haben. Madeira, bzw. Porto Santo wollen wir rechtzeitig vor Anfang Mai erreichen, da uns dann Christoph aus Österreich mit seiner Partnerin besuchen wird.

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