Bootsarbeiten, Grillen und Chillen auf Porto Santo

In den vergangenen Wochen gab es immer wieder auch mal die Notwendigkeit einer meiner „Lieblingsbeschäftigungen“ nachzugehen: Schränke ausräumen, reinkriechen, Leitungen prüfen und ggf. austauschen. Aber Ausflüge mit Segelfreunden zum Grillen und Chillen machen das Leben und Arbeiten an Bord angenehm.

Bootsarbeiten

Wenn man ein Boot hat, bleiben nur wenige Tage, an denen man nicht hier und da mal etwas kontrollieren, reparieren, ausbessern oder austauschen muss. Mal ist es mit mehr, mal mit weniger „echter“ Arbeit verbunden. In den meisten Fällen gilt jedoch: Kleinigkeiten, die unter Deck zu erledigen sind, sind oft mit größeren Vor- und Nacharbeiten verbunden. Und – das kommt noch dazu – vermeintliche Kleinigkeiten entwickeln sich bei genauerem Nachsehen hin zu größeren Aktionen.

Somit konnte/musste ich in den vergangenen Wochen häufiger in Schränke kriechen, um dort etwas an den elektrischen Leitungen zu machen. Um in die Schränke reinzukommen, müssen die Dinge, die sich darin befinden aus den Schränken raus kommen. Die Folge: Im Salon sieht es regelmäßig aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen.

Wir haben den alten, kleinen 160W-Inverter, der sich in einem Schränkchen im Salon befand ausgebaut und ein paar Steckdosen im Salon und in der Pantry durch bessere Modelle mit Schutzkappe getauscht. Auch einen FI haben wir eingebaut und die gesamte 220V-Verkabelung überprüft. Den größeren 500W-Inverter haben wir endlich mal fest installiert und mit einem Schalter an der Schalttafel verbunden, so dass wir ihn aus der Ferne ein- und ausschalten können. Da an unserem Steg nur noch die großen CEE Steckdosen verfügbar und die kleinen belegt sind, habe ich uns einen Adapter dafür gebaut – den hätten wir in der Vergangenheit auch schon ein paar Mal gut gebrauchen können.

Grillen

Aber auch der Spaß und die Lebensfreuden sind natürlich nicht zu kurz gekommen. Herry und Helga haben Lothar und uns beide am 31.10. zum Grillen nach „Morenos“ mitgenommen. Mit dem Auto der beiden konnten wir fünf mit Hund und Grillzeug bequem dorthin kommen. Der „Parque de Merendas dos Morenos“ ist eine Anlage mit einer Schutzhütte, Sitzgelegenheiten, Sonnenschirmen und – wie in Portugal üblich – einem großen Grill. Auf dem Platz tummeln sich ein paar junge Kätzchen, die wir mit Freude beobachten.

Claudia und ich machen mit Helga und Skip – dem Hund von Helga und Herry – einen kurzen Spaziergang zu einem Aussichtspunkt. Von dort aus hat man einen wunderschönen Ausblick auf die untergehende Sonne, die Ilhéu De Ferro und Madeira. Als wir an den Grillplatz zurückgekommen sind, war der Grill schon angefeuert und wir konnten unser Fleisch und Claudia ihren Grillkäse auflegen.

Wir haben bei bestem Ausblick auf den Sonnenuntergang gegessen, getrunken und uns mit unseren Segelfreunden unterhalten. Erst als die Sonne untergegangen ist, räumen wir zusammen und machen uns auf den Rückweg zur Marina – gerade rechtzeitig, bevor ein kurzer Regenschauer über den Grillplatz hinwegzieht.

Chillen

Ein paar Tage später kommen wir erneut in den Genuss des Autos von Helga und Herry. Die beiden haben mitbekommen, dass Claudia und ich noch nie am „Praia do Zimbralinho“ waren und fragen uns, ob wir dort nicht gemeinsam hinwollen. Gerne nehmen wir das Angebot an und so fahren wir dann am 3.11. dorthin.

Das Auto bleibt oben am Rand der Steilküste auf einem Parkplatz stehen und wir gehen zu Fuß auf einem steilen, aber gut ausgebauten Weg hinunter an den Strand. Auf dem Hinweg haben wir noch strahlenden Sonnenschein und blauen Himmel und der Strand und das Meer erstrahlen in einem wunderbaren Licht. Lange genießen wir den Anblick, bevor wir uns auf den Weg nach unten machen. Am Strand angekommen versuchen wir es uns auf den großen Steinen gemütlich zu machen – das gelingt aber nur leidlich. Obwohl sich Wolken vor die Sonne geschoben haben und es im Wind ab und zu etwas kühl wird, genießen wir den Blick auf die Brandung und das Meer. Skip ist der Einzige, der sich ins Wasser traut: Unermüdlich fordert er Herry auf, den Tennisball weit hinaus aufs Wasser zu werfen. Mit einem Riesenspaß stürzt sich Skip in die Wellen um zum Ball zu schwimmen und ihn wieder an den Strand zu bringen. Als sich auch heute wieder ein Regenschauer ankündigt, packen wir zusammen und gehen den steilen Weg zurück zum Auto.

Ein großes Dankeschön geht auf diesem Weg noch einmal an Helga und Herry für die schöne Gesellschaft, den vielen Spaß und nicht zuletzt für die Mitfahrgelegenheiten.

Am 5.11. bekommen wir endlich unsere Madeira-Fahne – die haben wir Ende September bestellt. Das wurde nun auch Zeit. So lange wie wir schon auf Porto Santo sind, wollen wir unsere Verbundenheit mit dem Archipel durch Hissen der madeirischen Gastlandflagge zeigen:

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