Die Roald reist weiter und ich pack’s dann mal…

Heute reist die „Roald Amundsen“ wieder ab. Ich lasse es mir nicht nehmen wieder dort zu sein und Schiff und Crew zu verabschieden. Nach einem „All Hands“ legt die „Roald“ in einem beeindruckenden Manöver von der Hafenmauer ab um über die Ilhas Selvagens in Richtung Teneriffa zu segeln.

Der Wind steht aus NE und drückt die „Roald“ auf die Hafenmauer. Der Kapitän lässt alle Leinen, bis auf eine Achterspring und die Steuerbord-Achterleine lösen. Unter Maschine dampft die „Roald“ in die Achterspring ein und die Crew holt über das Hauptspill die Achterleine dicht.

Langsam, ganz langsam dreht sich so der Bug weg von der Hafenmauer. Das Dinghy hilft mit seinem kräftigen Außenbordmotor dabei, den Bug herumzudrücken.

Sobald der Bug durch den Wind ist wird das Vorstengestagsegel gesetzt und nun hilft der Wind dabei das schwere Schiff zu drehen.

Das Dinghy wird aufgenommen und die Roald verlässt den Hafen von Porto Santo. Ich schaue ihr ein bisschen wehmütig nach.

Die Schüler an Bord haben noch eine lange Reise vor sich – ich muss langsam an die Heimreise denken, morgen geht mein Heimflug.

Ich treffe die letzten Vorbereitungen und bereite „Sabir“ darauf vor, die nächsten 5 Monate alleine auf dem Boatyard zu lassen. Ich packe meine Tasche und verabschiede mich von den Freunden, von denen ich die meisten vermutlich in absehbarer Zeit nicht mehr sehen werde: Andrea (ex „Arilon“), Martin („Hein“), Ricarda und Stefan („Lady Charlyette“) Steven (Oops, da habe ich keinen Schiffsnamen), Per („Eriam“), Gerhard und Andrea („Monte“) – ich hoffe, ich habe niemanden vergessen. Wir sind gespannt, ob wir uns irgendwann einmal irgendwo auf der Welt wieder sehen werden.

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