Flora, Fauna und Fake-News

Vor Anker in Bissingen an der Enz

Unsere sozialen Kontakte haben wir schon seit Anfang März reduziert. Wir gehen nur noch einmal in der Woche zum Einkaufen raus. Wir halten uns auch weiterhin daran und bleiben zuhause!

Wir bestätigen uns immer wieder, dass die Entscheidung, die Abreise zu verschieben, die richtige war, da sich alles noch so undurchschaubar anfühlt. Wir verfolgen täglich die Zahlen und hoffen auf den Tag an dem sie nicht mehr steigen.

Egal mit wem wir telefonieren, das Virus ist in aller Munde. Corona und Covid-19 sind d i e beherrschenden Themen.

Sobald uns jemand Facebook, äh, FakeNews auftischen will, erklären wir mit Fakten aus sicheren Quellen unsere Meinung und Haltung zu der ganzen Sache. Jeder darf seine eigene Meinung haben, aber nicht seine eigenen Fakten (Zitat Dunja Hayali).

Nachdem die ersten Lockerungen kommen und die Übertragungswege klarer werden, gehen auch wir wieder in die Natur. Waren zwar Spaziergänge, trotz Kontaktsperre immer erlaubt, haben wir uns trotzdem, da ja noch niemand genau wusste wie die Übertragungswege konkret sind, nur im eigenen Haus und Garten aufgehalten. Dies haben wir aus Wertschätzung all denen gegenüber gemacht, die auf den Intensivstationen Dienst tun.

Nachdem die Regierung entschieden hat, dass man in bestimmten Bereichen eine Mund-Nase-Bedeckung tragen muss, entwerfen wir mal wieder einen Prototyp. Dass das Muster maritim sein muss, war irgendwie auch klar. Da ja noch nicht alle Läden auf sind, wurde der Stoff, der eigentlich gedacht war um Wachstücher herzustellen, kurzerhand als systemrelevant degradiert und Mund-Nasen-Bedeckungen daraus gefertigt.

Der Frühling indes scheint dieses Jahr besonders kraftvoll zu sein. Die Natur zeigt sich in all ihrer Pracht.

Mit herrlichen Farben

mit betörenden Düften

Wir genießen das Leben und die Zweisamkeit und machen das Beste daraus.

Wir entdecken die heimische Gegend bei Schlepperausfahrten

und stellen fest:

der heimischen Flora

und Fauna

schadet das Virus nicht.

Aber auch in der Natur erinnert uns vieles an Corona.

Sieht ein bisschen aus wie das Coronavirus

Nicht das Virus😉

Beim Betrachten und Aussuchen der Bilder für den Blogeintrag bemerken wir lächelnd, dass uns Bilder von Segelschiffen, Delphinen und Walen natürlich sehr viel lieber gewesen wären.

Wir entdecken schöne Ruhebänke

Kirchen, Ruinen und Burgen

Spazieren durch schöne Landschaften

und sehen einen Himmel dessen Blau (ohne Chemtrails – für die Verschwörungstheoretikern unter den Lesern) uns täglich aufs Neue fasziniert.

…und Knoten(lehre) made by nature

Webleinsteg oder doch Stoppersteg? Wir nehmen in den Kommentaren gerne Ideen entgegen.

An einem Abend bewaffnen wir uns mit Bier und Chips und machen uns auf den Weg zum Sonnenhang. Heute wären wir vermutlich, wenn alles nach Plan gegangen wäre, in Gibraltar angekommen. Wir erleben, begleitet von Gitarrenklängen, den Sonnenuntergang. Schon öfters sind wir hier vorbeigekommen, aber ein Live-Konzert wurde uns noch nie geboten. In gehörigem Abstand zu uns sitzt ein junger Mann der sein Bestes auf der Gitarre gibt. Wir träumen uns auf Sabir und nach Gibraltar, sind aber auch gleichzeitig froh hier in der Nähe unserer Lieben zu sein…und so ein bisschen fühlt es sich hier am Hang auch wie Gibraltar an.

2 Antworten auf „Flora, Fauna und Fake-News“

  1. Frühling

    Wir wollen wie der Mondenschein
    Die stille Frühlingsnacht durchwachen,
    Wir wollen wie zwei Kinder sein,
    Du hüllst mich in dein Leben ein
    Und lehrst mich so, wie du, zu lachen.

    Ich sehnte mich nach Mutterlieb‘
    Und Vaterwort und Frühlingsspielen,
    Den Fluch, der mich durch’s Leben trieb,
    Begann ich, da er bei mir blieb,
    Wie einen treuen Freund zu lieben.

    Nun blühn die Bäume seidenfein
    Und Liebe duftet von den Zweigen.
    Du mußt mir Mutter und Vater sein
    Und Frühlingsspiel und Schätzelein
    – – – Und ganz mein Eigen …

    Else Lasker-Schüler

    1. Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte… Da wir die letzten Artikel – auch den aus dem Frühling – inzwischen unter brütender Porto-Santo-Sonne schreiben und veröffentlichen, erscheinen uns die letzten Monate noch einmal unwirklicher und absurder. Danke fürs Lesen und den Kommentar.

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