Status-Update

Wir haben uns diese Woche am 8. September an den Kopfsteg in der Marina verhohlt. Wir waren die Paddelei mit dem Dinghy ein bisschen leid. Die Zeit um an oder von Bord zu kommen beträgt in der Regel knapp 30 Minuten pro Strecke (alles Packen, was man möglicherweise benötigen könnte, alles sicher im Dinghy verstauen, meist gegen den Wind paddeln,…) – da überlegt man sich gut, wann und wie oft man täglich hin und her fährt. Mit dem Außenborder wäre die reine Fahrzeit im Minutenbereich – aber wir warten immer noch auf die Dichtung für die Kraftstoffpumpe. Diese haben wir am 1. September mit Express bestellt. Die Lieferzeit beträgt 4-5 Tage, dann noch 2-3 Tage nach Porto Santo. Theoretisch könnte sie schon da sein, sollte aber hoffentlich bis Freitag kommen…). Am Steg reicht ein großer Schritt…

Wir wollen mit den 220V am Steg auch mal wieder ein paar Geräte laden, die sich nicht an der 12V-Steckdose laden lassen und wieder einen Großeinkauf machen. Eventuell ein Auto leihen…

Beim Ankeraufgehen stelle ich fest, dass es heute Ankersalat gibt. Beim Schwojen in den letzen Tagen hat es unser Anker geschafft, sich unter eine alte schwere Mooringkette zu legen. Beim Versuch unseren Anker hochzuziehen liegt diese nun viel zu schwer auf unserer Kette. Die Ankerwinsch schafft es so natürlich nicht unseren Anker hochzuziehen. Mit Taucherbrille, Schnorchel und Flossen gehe ich ins Wasser und schaue mir das Schlamassel an. Ich bin es nicht gewohnt zu tauchen und komme nicht wirklich weit. Aber es gelingt mir doch an die Stelle zu kommen, an der die dicke schwere Kette über unserer liegt. Ich schaffe es auch ca. einen halben Meter Kette über unsere eigene zu heben. Die schwere Kette rasselt daraufhin wieder weiter in die Tiefe – so tief, dass ich nicht mehr ran komme. Wir versuchen mit unserer Winsch die Kette so weit aufzuholen, bis der Elektromotor nicht mehr mag. Ich gehe noch mal runter und hebe noch mal mehr der alten Kette über unsere. Das ganze wiederholen wir noch ein paar mal, bis unsere Kette komplett frei ist.

Wir machen am Kopfsteg fest und genießen es seither, einfach ein paar Meter zu laufen um zu unseren Fahrrädern, zum Duschen oder zur Marina-Bar zu kommen. Allerdings brauchen wir nun immer noch längere Zeit um „an Land“ zu kommen – der Smalltalk mit den Stegnachbarn braucht auch so seine Zeit.

Trotz der Annehmlichkeiten wollen wir, sobald der Außenborder funktioniert, wieder an den Anker gehen.

Wir werden in den nächsten Tagen auch noch mit unseren Abeitgebern sprechen und fragen, ob wir bis Ende Dezember verlängern können.

Hatte ich geschrieben, dass eines unserer Solarpanele keinen Strom geliefert hat? Das hatten wir festgestellt, als wir das Problem mit den Batterien hatten. Das Kabel zwischen dem Solar-Modul und dem Solarregler war zu alt und korrodiert. Ich habe das Kabel getauscht und wir haben nun wieder 2 mal 100W Solar zum Laden unserer Batterien.

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