Pico Ana Ferreira – Basaltformationen

Heute haben wir uns endlich mal aufgemacht, den Pico Ana Ferreira zu besuchen. Mit dem Fahrrad sind es ungefähr 6,5km bis dahin. Wir packen Wasser, etwas Obst und ein paar gemischte Nüsschen ein und machen uns auf den Weg.

Zunächst geht es über die Hauptstraße immer an der Küste entlang. Der Autoverkehr ist heute ein bisschen lästig, wir werden immer wieder von Autos zu dicht überholt. Irgendwann weichen wir auf den Gehweg aus und schieben einfach eine Weile.

Kurz vor dem Pico steigt die Straße auf dem letzten Kilometer steil an und auch da schieben wir unsere Fahrrädchen.

Über eine Sandpiste geht es auf den letzten paar hundert Metern in Serpentinen bis zu den (hier) berühmten Basaltformationen.

Es ist wirklich beeindruckend, was die Natur vor ca. 12 Millionen Jahren hier erschaffen hat. Man mag sich gar nicht ausmalen, was zu dieser Zeit hier für Bedingungen geherrscht haben. Ich tippe Euch hier mal den Text von der Informationstafel ab, der am Fuße der Formation steht:

Aus geomorphologischer Sicht entspricht der Pico Ana Ferreira einem begrenzten Relief, das sich in der Landschaft von Porto Santo mit einer länglichen Form mit ca. 1.100m Länge und einer maximalen Höhe von 288m heraushebt. Dieser Kamm entspricht einem restlichen Hartrelief, das sich aus unterschiedlichen Erosionsprozessen entwickelte, die auf einen Dyke (Gesteinsgang aus magmatischem Gestein) aus Mugearit aus dem mittleren Miozän (12,7/12,5 Millionen Jahren) wirkten. Die eingeschlossenen Gesteine sind vulkanklastische Ablagerungen (Hyaloklastite) und aquatische Lava aus der untersten Einheit (Phase des submarines Bergs), die sehr verändert sind. Aus vulkanologischer Sicht hebt sich bei diesem Geopunkt die säulenförmige Struktur hervor, die auch als prismatische Disjunktion bezeichnet wird und diesen Berg zu einem nationalen Referenzort macht.

Informationstafel am Fuße der Basaltformationen des Pico Ana Ferreira

Im Beitragsbild oben über dem Artikel habe ich Euch einen Vergleichspeter eingebaut, damit Ihr die Größenverhältnisse besser abschätzen könnt.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Basaltsäulen haben wir einen faszinierenden neuen Ausblick über die Insel, den wir zuvor so noch gar nicht kannten: Von der Anhöhe aus über den Golfplatz über Vila Baleira hin zur Ostseite der Insel, wo sich unser Hafen und Sabir befinden.

Wir folgen noch ein bisschen den Pfaden, die um den Berg herumführen, machen uns aber nicht die Mühe zu versuchen über die steilen Flanken höher auf den Berg zu kommen.

Wir suchen uns ein Plätzchen, an dem wir uns setzen und unser mitgebrachtes Obst und die Nüsschen essen können.

Am späten Nachmittag machen wir uns mit unseren Fahrrädern wieder auf den Weg zurück zu Sabir. An der Capela de São Pedro machen wir noch einmal kurz Halt. Leider sind alle Türen verschlossen, so dass wir sie uns nur von Außen anschauen können.

Kurz bevor wir uns wieder auf den Weg machen, überrascht uns ein Regenschauer. Wir stellen uns im Windschatten des Kirchleins unter – richtig nass werden wir nicht, der Schauer zieht schnell wieder ab und Sonne und Wind trocknen uns in kurzer Zeit wieder ab.

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