Endlich ist der Windmesser im Masttop

Ende letzten Jahres hatte ich mir doch neue Spielsachen für Sabir gekauft (Claudia hatte im Februar darüber berichtet):

  • B&G Windmesser (Bluetooth)
  • B&G Triton Anzeigeinstrument
  • NMEA2000 Multiplexer
  • Geber für Geschwindigkeit, Tiefe und Wassertemperatur

Das Ganze hatte ich im Dezember Zuhause zum Ausprobieren mal spaßeshalber aufgebaut. Hier ein Bild, das ich vor einem Jahr gemacht hatte:

Dezember 2020: Testaufbau
Dezember 2019: Testaufbau

Ende Februar diesen Jahres hatte ich alles in ein Paket gepackt und nach Porto Santo geschickt, so dass dieses rechtzeitig, wenn wir wie geplant Ende März ankommen wären, vor Ort ist.

Womit ich nicht gerechnet hatte, war Corona. Als wir letztendlich im Juli auf Porto Santo angekommen waren und ich den Windmesser gerne auf dem Mast montiert hätte, war ich nicht mehr in der Lage, den Windmesser mit seinem Bluetooth-Empfänger zu verbinden. Diese Verbindung ist jedoch notwendig, dass die Windgeschwindigkeit und die Windrichtung drahtlos vom Masttop nach unten gefunkt werden können.

Ich habe mich mit Navico (dem Hersteller des Windmessers) und SVB (meinem Händler) in Verbindung gesetzt und am Ende hat sich herausgestellt, dass der Akku des Windmessers das Problem war. Dieser wird von einer kleinen, in den Windmesser eingebauten Solarzelle geladen. Allerdings nur, wenn die Solarzelle auch ab und zu von der Sonne beschienen wird – und das war eben nicht der Fall, so lange sich alles in dem Paket befunden hat. Vermutlich war der Akku so „tiefenentladen“, dass er von der Solarzelle nicht mehr aufgeladen werden konnte.

Kulanterweise hat mir Navico unentgeltlich einen neuen Akku nach Porto Santo geschickt. Dieser hat mich Ende Oktober irgendwann erreicht. Mit dem neuen Akku war das Herstellen der Verbindung zwischen dem Windmesser und dem Bluetooth-Empfänger kein Problem und das B&G-Instrument, das ich ja bereits Ende August eingebaut hatte, konnte mir nun auch die Daten des Windmessers anzeigen.

Mit Claudias Hilfe bei der Sicherung bin ich in den Mast gestiegen und habe mir angeschaut, wie der alte Windmesser festgemacht war und wie ich den neuen befestigen kann.

Der alte Windmesser war in dem kleinen graue Kasten mit der schwarzen Buchse in der Mitte des Masttops eingesteckt.

Natürlich ließen sich die Schrauben, mit denen der Windmesser auf den Mast geschraubt war, nicht mehr lösen, da sie sich durch Korrosion im Verlauf der Jahre fest mit dem Aluminium des Masts verbunden hatten. Mit Gewalt ist es mir gelungen, das Alu-Blech durch wiederholtes Biegen von den Schrauben abzubekommen. Übrig sind nun nur noch die alten Schrauben und die verbleiben oben im Mast…

Für den neuen Windmesser habe ich mir im Baumarkt einen Streifen Alu-Blech gekauft. Auf dieses Blech wurde die Basis des Windmessers geschraubt.

Gestern bin ich mit Claudias Hilfe erneut in den Mast gestiegen und habe das Blech mit der Basis mit neuen Schrauben am Mast-Top angebracht und den Windmesser aufgeklippst.

Nachdem Claudia mir von unten bestätigt hat, dass Windrichtung und -geschwindigkeit unten auf dem Gerät angezeigt werden, konnte ich zufrieden wieder nach unten steigen und mich darüber freuen, dass wir endlich eine zuverlässige Windanzeige haben.

Verluste: 1 Kreuzschlitzschrauben-Bit für den Akku-Schrauber – dieses hat sich beim Werkzeugwechsel nach unten auf den Weg ins Hafenbecken gemacht…

Eine Antwort auf „Endlich ist der Windmesser im Masttop“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.